Personen im Ruhestand

Rentenbezieher

Auch die Renteneinkünfte vergangener Jahre werden vom Fiskus überprüft. Durch die Vernetzung der Finanzämter mit den Rentenkassen sind die Einkünfte offen gelegt. Wenn Sie bei Ihrer Bank Abgeltungssteuer gezahlt haben, helfen wir Ihnen, eine Steuererstattung zu bekommen. Beziehen Sie eine oder mehrere Betriebsrenten? Diese müssen auch beim Finanzamt angegeben werden. Die gezahlte Lohnsteuer kann allerdings auch angerechnet werden. Bitte bringen Sie Ihre Rentenbescheide und Lohnsteuerbescheinigungen zum Beratungsgespräch mit. Falls Sie Zinsen erhalten haben, beantragen Sie bitte bei Ihrer Bank eine Steuerbescheinigung.

Hinweis: Inwiefern eine Steuererklärung abgegeben werden muss, ist auch von der Höhe Ihrer steuerpflichtigen Einkünfte abhängig. Hierzu gehören neben den Renteneinkünften aus der gesetzlichen Rente auch andere Einnahmen, wie etwa Mieteinnahmen oder Betriebsrenten. Wir benötigen von Ihnen Unterlagen über sämtliche Einnahmen, damit wir eine mögliche Steuerpflicht berechnen können.

Ihr Steuerbüro rät:
Wenn Sie uns Ihre Steuerpflicht vorab prüfen lassen und mit unserer Hilfe steuerliche Abzugsmöglichkeiten finden, können Sie Ihr Steueraufkommen optimieren. Wir freuen uns über Ihren Anruf und vereinbaren gerne mit Ihnen einen Termin, bei dem Sie sich unverbindlich beraten lassen können.

 

Rentenfreibetrag

Ein Teil der Rente, der sogenannte „Rentenfreibetrag“, muss nicht versteuert werden. Wie hoch der Teil der Rente ist, der versteuert wird, hängt vom Jahr des Rentenbeginns ab. Um den „Rentenfreibetrag“ zu berechnen, legt man die Jahresbruttorente zugrunde. Sofern Sie schon am 31. Dezember 2004 Rentner waren, liegt Ihr Freibetrag bei 50 Prozent der Jahresbruttorente 2005. Es handelt sich um einen festen Eurobetrag, der sich auch in den Folgejahren nicht verändert.

Gehen Sie 2040 oder später in Rente, werden Sie Ihre Rente grundsätzlich zu 100% versteuern müssen.

Wichtig: Es kann zwar sein, dass Sie zu Rentenbeginn noch keine Steuern auf Ihre Rente zahlen müssen, aber dies kann sich im Lauf Ihres weiteren Rentenbezuges ändern.

Man berechnet den „Rentenfreibetrag“ immer aus der vollen Jahresbruttorente. Bei den meisten Renten wird im ersten Jahr für weniger als zwölf Monate gezahlt. In diesen Fällen kann der „Rentenfreibetrag“ erst aus der vollen Jahresbruttorente des zweiten Rentenbezugsjahres errechnet werden.

Wenn Sie 2014 in den Ruhestand getreten sind, muss man so rechnen: Der steuerpflichtige Teil der Rente bei Rentenbeginn 2014 beträgt 68 Prozent. Wenn man diese 68 Prozent von 100 Prozent abzieht, ergeben sich 32 Prozent der Jahresbruttorente von 2015 als fester „Rentenfreibetrag“.

Der Prozentsatz des steuerpflichtigen Rententeils für die jeweiligen neu hinzugekommenen Rentner steigt jedes Jahr um zwei Prozentpunkte. D.h. bei einem Rentenbeginn 2020 liegt er z.B. bei 80 Prozent der Jahresbruttorente.
Danach geht es dann mit einer Erhöhung um jeweils nur noch einen Prozentpunkt pro Jahr weiter. Renten ab dem Jahr 2040 müssen dann zu 100 Prozent versteuert werden.

Rentenanpassungen

Hinweis:
Dadurch, dass zu Beginn der Rente ein individueller „Rentenfreibetrag“ festgelegt wird, werden etwaige jährliche Rentenerhöhungen zu 100 Prozent versteuert werden. D.h. wenn es in Zukunft zu einer Rentenanpassung kommt, steigt das individuelle steuerpflichtige Renteneinkommen.

Kosten, die Rentner geltend machen können

Auch bei Rentnern gibt es steuerlich absetzbare Vorsorgeaufwendungen.

Sie können auch als Rentner Ihre Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung und andere Vorsorgebeiträge wie beispielsweise die Unfall- oder die Haftpflichtversicherung steuerlich geltend machen. Die für Sie geltenden Regelungen unterscheiden sich grundsätzlich nicht von denen für Arbeitnehmer. Bitte reichen Sie Ihre Belege bei uns ein, dann kümmern wir uns um die Formulare und um die Geltendmachung Ihrer relevanten Kosten.

 

 

 

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